Montag, 27. September 2010

Mehrspaltige Berichte mit Reporting Services

Mit SSRS können Sie Berichte erstellen, die mehrere Spalten haben (ähnlich einer Zeitungsseite):


Um das zu erreichen, bearbeiten Sie folgende Eigenschaften des Berichts:

  • Columns (Anzahl Spalten)

  • ColumnSpacing (Abstand zwischen den Spalten)
Dadurch wird im Design-Modus das Fenster folgendermaßen angezeigt:

Sie können Data Regions (Tabellen, Charts, etc.) nur in der ersten angezeigten Spalte hinzufügen - die anderen Spalten geben lediglich einen Eindruck, wie die fertige Seite aufgeteilt sein wird. Den Abstand zwischen den Spalten, die Seitenbreite und die Breite der einzelnen Spalte können Sie in dieser Ansicht direkt verändern. Genausogut können Sie aber auch die einzelnen Eigenschaften im Eigenschaftenfenster verändern.

Wenn Sie den Bericht testen, dann werden Sie jedoch (wie ich) vermutlich eine Enttäuschung erleben:
Einen mehrspaltigen Bericht sehen Sie nur dann, wenn das Ausgabeformat PDF oder TIFF ist!
Es gibt keine Möglichkeit, mehrspaltige Berichte in HTML zu generieren.

Weitere Informationen finden Sie hier in der Online-Dokumentation:
http://msdn.microsoft.com/de-de/library/ms159107.aspx

Mittwoch, 8. September 2010

LightSwitch - endlich ein würdiger Access-Nachfolger?

Von der serverseitigen Produktpalette rund um SQL Server und SharePoint bin ich wirklich begeistert. Aber wenn es um das einfache Erstellen von Eingabemasken für Daten geht, da klafft in der Microsoft Produktpalette eine schmerzliche Lücke. Sicher, ein erfahrener Entwickler kann mit Visual Studio sehr schnell Benutzeroberflächen erstellen. Aber was macht der engagierte Power-User ohne Kenntnisse in Software-Design? Hier erlebe ich drei Varianten:
  • Mit Visual Studio, Halbwissen und Enthusiasmus werden kleine Tools nach und nach zu "Business Critical" Anwendungen ausgebaut, bevor der Autor sich im Gewirr des Software-Entwicklungszyklus verheddert und sich frustriert von dem wackligen Gebilde abwendet.
  • Mit InfoPath werden zunächst einfachste Formulare erstellt. Wenn dann Anwender (verständlicherweise) individuellere Lösungen haben möchten, werden hoch qualifizierte Entwickler benötigt, die sich über weite Strecken mit seltsamen Effekten herumschlagen müssen.
  • Das gute alte Access wird einmal mehr wiederbelebt - trotz aller Probleme mit Versionierung, Softwareverteilung und Lastmanagement.
Die Lösung könnte bald LightSwitch heißen - ein neues Entwicklungswerkzeug, das sich zurzeit allerdings noch im Beta-Stadium befindet. Die aus meiner Sicht wichtigsten Merkmale sind:
  • vereinfachte Entwicklungsumgebung
  • vorgefertigte Entwurfsmuster
  • vordefinierte Datentypen mit Plausibilitätsprüfung bei der Eingabe
  • basiert auf den Microsoft Standard-Technologien .NET und Silverlight
  • Softwareentwickler können mit LightSwitch erstellte Anwendungen beliebig erweitern
Damit können wir schnell auf der Basis von vorhandenen Datenbanktabellen Formulare generieren und individuell anpassen - das war immer ein riesiger Vorteil von Access. Außerdem lassen sich auf einfache Weise Datenbanktabellen erzeugen, die im SQL Server liegen - das ist besser als mit Access.
Und das Beste: alles basiert auf .NET und Silverlight - damit ist das größte Manko von Access ausgeräumt.

Hier ist die Microsoft Produktseite:
http://www.microsoft.com/visualstudio/en-us/lightswitch
Und hier eine ausgesprochen informative Schritt-für-Schritt Anleitung von Jason Zander, dem Produktverantwortlichen:
http://blogs.msdn.com/b/jasonz/archive/2010/08/23/lightswitch-beta1-now-available-building-your-first-app.aspx

Ich werde mich in den nächsten Wochen mit der Beta näher auseinandersetzen und bin gespannt, welchen Verlauf die Entwicklung dieses viel versprechenden neuen Produkts nimmt.

Freitag, 3. September 2010

SQL Server Backups auf Netzwerk-Freigabe (UNC-Pfad)

Bei meinen Schulungen werde ich regelmäßig gefragt, ob SQL Server auch Sicherungen auf Netzwerk-Laufwerken erstellen kann. Hintergrund dieser Frage ist der Dialog im SQL Server Management Studio für das Erstellen von Backups. Dieser erweckt den Anschein, dass Netzwerklaufwerke kein Sicherungsziel sind, denn er bietet in der Auswahl nur lokale Laufwerke an.
Ein Netzwerkpfad lässt sich jedoch direkt eingeben, wie der folgende Screenshot zeigt:
Der Backup-Dialog sieht dann etwa so aus:
Noch klarer sieht man das im SQL Backup-Befehl:
BACKUP DATABASE [test] TO DISK = N'\\nbk1006\temp2\test.bak'


Damit das auch klappt, müssen allerdings drei Voraussetzungen gegeben sein:

  1. Der SQL Server muss auf einem Windows Server installiert sein, der Mitglied in einer Domäne ist.

  2. Der SQL Server Dienst muss mit einem Domänenkonto laufen.
    Hinweis: Ändern Sie das Dienstkonto immer nur mit dem "SQL Server Configuration Manager". Dann werden diesem Konto automatisch alle erforderlichen Berechtigungen zugewiesen (siehe hierzu auch http://msdn.microsoft.com/de-de/library/ms143504.aspx ).

  3. Das Domänenkonto muss auf der Netzwerkfreigabe (hier: \\nbk1006\temp2) Schreib- und Leseberechtigung haben.